Gouvernement Bessarabien

Das Gouvernement Bessarabien (russisch Бессарабская губерния/Bessarabskaja gubernija) war ein Gouvernement des Russischen Reiches zwischen Schwarzem Meer, Dnjestr (rum. Nistru, ukr. Dnister) und Pruth (rum. Prut) – letzterer war auch die Grenze zu Moldau bzw. Rumänien. Im Nordwesten grenzte es an die seit 1775 österreichische Bukowina. Die benachbarten russischen Gouvernements waren Podolien im Norden und Cherson im Osten. Es deckt sich zu zwei Dritteln mit der heutigen Republik Moldau. Der Südteil gehört heute zur ukrainischen Oblast Odessa, der äußerste Nordwesten zur Oblast Tscherniwzi. Das Gouvernement umfasste 45.631 km². Hauptstadt war zunächst Bender, ab 1818 Kischinjow (rum. Chișinău). Administrativ war es in sieben, später in acht Kreise (russisch ujesd) eingeteilt:

  • Kischinjow (rum. Chișinău, heute Moldau)
  • Akkerman (heute Bilhorod-Dnistrowskyj, Ukraine, rum. Cetatea Albă)
  • Belzy (rum. Bălți, heute Moldau)
  • Bender (rum. Tighina, heute Moldau/Transnistrien)
  • Chotin (ukr. Chotyn, rum. Hotin, heute Ukraine)
  • Orgejew (rum. Orhei, heute Moldau)
  • Soroki (rum. Soroca, heute Moldau)
  • Ismail (seit 1878, ukr. Ismajil, heute Ukraine)