Grönländische Sprache
| Grönländisch (Kalaallisut) | ||
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Gesprochen in |
Grönland Dänemark | |
| Sprecher | 50.000–60.000 | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | Grönland Nordischer Rat | |
| Sonstiger offizieller Status in | Dänemark | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1 | kl | |
| ISO 639-2 | kal | |
| ISO 639-3 | kal | |
Grönländisch (auch Kalaallisut []) ist die alleinige Amtssprache in Grönland, einem autonomen Bestandteil des Königreichs Dänemark. Die Sprache wird von etwa 50.000 bis 60.000 Menschen in Grönland und Dänemark gesprochen.
Grönländisch gehört zu den Inuitsprachen und ist die östlichste und auch die meistgesprochene Sprache der im Westen bis nach Sibirien reichenden eskimo-aleutischen Sprachfamilie. Das markanteste Merkmal, das das Grönländische von den anderen eskimo-aleutischen Sprachen unterscheidet, ist die vollständige Assimilation sämtlicher Konsonantencluster. Grönländisch zeichnet sich wie alle Sprachen dieser Sprachfamilie durch seinen stark polysynthetischen Aufbau aus, der sehr lange Wörter bis hin zu Einwortsätzen ermöglicht, sowie dadurch, eine Ergativsprache zu sein. Grönländisch verfügt über acht teils sehr verschiedene Dialekte, die in drei Hauptdialekte gegliedert werden. Die Standardsprache des Grönländischen gründet auf dem Dialekt, der in der Hauptstadt Nuuk gesprochen wird.
Die Lehre und Forschung der grönländischen Sprache ist Teil der Eskimologie.
Von der grönländischen Sprache zu unterscheiden ist das Grönlandnordische der mittelalterlichen skandinavischen Siedler im arktischen Raum (Grænlendingar), eine ausgestorbene nordgermanische Sprache.
- ↑ Michael P. Barnes: History and development of Old Nordic outside the Scandinavia of today. In: Oskar Bandle, Kurt Braunmüller, Ernst Håkon Jahr, Allan Karker, Hans-Peter Naumann, Ulf Telemann, Lennart Elmevik, Gun Widmark (Hrsg.): The Nordic Languages. An International Handbook of the History of the North Germanic Languages (= Handbücher zur Sprach-und Kommunikationswissenschaft. Band 22, Nr. 1). Band 1. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2002, ISBN 3-11-014876-5, S. 1055, doi:10.1515/9783110197051-117.