Granatapfel (Heraldik)
Der Granatapfel (mittelhochdeutsch malagranâtapfel, margramapfel u. ä. aus lateinisch malum granatum.) ist in der Heraldik eine gemeine Figur.
Er symbolisiert Leben und Fruchtbarkeit, aber auch Macht in seiner Form als Reichsapfel, sowie Blut und Tod. Im religiösen Zusammenhang steht er sowohl für die Gemeinschaft der Kirche als Ekklesia, als auch im Speziellen für den Priesterstand.
Die Frucht wird vorwiegend stilisiert verwendet. Dargestellt wird sie in der Regel in Gold. An der oberen Stelle ist der Blütenkelch noch sichtbar. Häufig wird die aufgeplatzte Form mit den dadurch sichtbaren roten Kernen gezeigt.
- ↑ Andre Pohl: Das Lapidarium im Schloss Hinterglauchau… / Die Fragmente vom Nordflügel des Schlosses Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 12. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 2008, S. 59–60, Abb. 8 und 9.
- ↑ Granatapfel, m. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 8: Glibber–Gräzist – (IV, 1. Abteilung, Teil 5). S. Hirzel, Leipzig 1958, Sp. 1834–1838 (woerterbuchnetz.de).