Grindel (Hamburg)

Der Grindel (auch: Grindelviertel) ist ein nicht eindeutig umrissenes Wohnquartier im Hamburger Stadtteil Rotherbaum, das vor dem Zweiten Weltkrieg als Zentrum jüdischen Lebens in Hamburg bekannt war. Heute wird es vor allem als „Universitätsviertel“ wahrgenommen, da nicht nur das Hauptgebäude der Universität Hamburg, sondern auch zahlreiche weitere Institute und Einrichtungen (Audimax, Philosophenturm, Staatsbibliothek u. a.) hier angesiedelt sind. Als Zentrum des Viertels gilt die Gegend um den Allende-Platz (früher: Bornplatz), während das nördlich anschließende Gebiet des Grindelberg mit den Grindelhochhäusern heute zum Stadtteil Harvestehude gehört.

Urkundliche Erwähnungen des damaligen Wald- und Feuchtgebietes westlich des (später gebauten) Dammtors finden sich ab dem 14. Jahrhundert.

  1. F. H. Neddermeyer: Zur Statistik und Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und deren Gebiete. Verlag Hoffmann und Campe, 1847, S. 74–75: "1310 wurde zwischen dem Kloster zum Jungefernthale und dem Rathe zu Hamburg ein Grenzevergleich geschlossen (gedr. bei Klefeker X.98 wo armdel statt Grindel irrig steht)(...) Die Umgebung war noch im 14. Jahrhundert mit Waldung bedeckt, wie denn der Grindel in einer Urkunde vom 28. März 1382 den Namen nemus Gryndel führt."