Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland
|
Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland | |
|---|---|
Fahrzeugmarkierung der GSSD: СА (Советская Армия – „Sowjetarmee“) | |
| Aktiv | 26. März 1954 bis 31. August 1994 |
| Staat | Sowjetunion |
| Streitkräfte | Sowjetarmee Russische Streitkräfte |
| Teilstreitkraft | Landstreitkräfte Luftstreitkräfte |
| Gliederung |
Siehe Gliederung |
| Hauptquartier | Wünsdorf |
| Einsätze | Niederschlagung des Aufstands des 17. Juni 1953 und des Prager Frühlings |
| Führung | |
| Ehemalige Kommandeure |
Georgi Schukow |
Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (kurz: GSSD; russisch Группа советских войск в Германии, ГСВГ [Gruppa sowjetskich wojsk w Germanii, GSWG]) bezeichnet Gliederungen der Land- und Luftstreitkräfte der Sowjetarmee, die von 1945 bis 1994 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie in West-Berlin und seit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stationiert waren. Von 1988 an, über die Auflösung der Sowjetunion 1991 hinaus, bis zum Abzug der dann russischen Truppen 1994 war die offizielle Bezeichnung Westgruppe der Truppen (kurz: WGT, russisch: Западная группа войск, ЗГВ [Sapadnaja gruppa wojsk, SGW]). Am Ende wurde für die Kennzeichnung der Militärfahrzeuge das rot/gelbe Logo mit ‚ЗГВ‘ und russischer Fahne benutzt. In der Bundesrepublik bezeichnete man sie auch als Gruppe der Sowjetischen Truppen in Deutschland (GSTD).
Die sowjetischen Truppen in der DDR stellten das größte Truppenkontingent dar, das jemals über einen so langen Zeitraum von einer Besatzungs- bzw. Stationierungsmacht im Ausland unterhalten wurde.