Gummi arabicum

Als Gummi arabicum (auch Gummiarabikum und übersetzt Arabisches Gummi) wird das Gummi aus dem Exsudat von verschiedenen, in Afrika verbreiteten Akazien-Bäumen und früher der Gattung Acacia zugerechneten Arten wie dem Gummiarabikumbaum (Senegalia senegal), sowie der Arabischen Gummi-Akazie (Vachellia nilotica), der Seyal-Akazie (Vachellia seyal) und von Vachellia tortilis, Vachellia gummifera, Vachellia karroo und der Schrecklichen Akazie (Vachellia horrida) bezeichnet.

Auch werden Vachellia gummifera (ehemals Acacia gummifera) und viele weitere (nichtoffizinelle) Gummis von früher ebenfalls sämtlich als Acacia-Arten angesehenen Vachellia spp., Acacia spp. und Senegalia spp. mit „Gummi arabicum“ bezeichnet. Es ist die älteste bekannte Gummiart.

Gummi arabicum ist ein natürliches Gemisch von Polysacchariden (Mehrfachzuckern) mit der Hauptkomponente Arabinsäure.

  1. Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 395 (zu gummi arabicum).
  2. P. H. List, L. Hörhammer (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 4. Auflage, 4. Band: Chemikalien und Drogen (CI–G), Springer, 1973, ISBN 978-3-642-80621-6, S. 1211–1217.
  3. Rudolf Hänsel, Konstantin Keller, Horst Rimpler, Gerhard Schneider (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Drogen: A–D. 5. Auflage, Springer, 1992, ISBN 978-3-642-63468-0, S. 37–42.
  4. Gerhard Eisenbrand, Peter Schreier: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie. 2. Auflage, Thieme, 2006, ISBN 978-3-13-736602-7.
  5. Gerhard Franz: Struktur und biologische Funktion von Polysacchariden. In: Klaus Balser, Walther Burchard (Hrsg.): Polysaccharide. Springer, Berlin/Heidelberg 1985, ISBN 978-3-540-13931-7, S. 1–14.