Gunaprabha

Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ཡོན་ཏན་འོད
Wylie-Transliteration:
yon tan 'od
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
功德光
Pinyin:
Gongdeguang

Gunaprabha (skt. Guṇaprabha; * um 500) oder Yönten Ö (tib. yon tan 'od) wurde im nordindischen Mathurā in einem Brahmanengeschlecht geboren. Er war ein streitbarer Shramana, der sich als Anhänger des Mahayana besonders gegen das Hinayana wandte.

Taranatha zufolge lernte er alle Veden und Shastras und trat in Vihara in den geistlichen Stand. Er war einer der Hauptschüler von Vasubandhu bei dem er den Dreikorb der Shravakas erwarb und sich auch Gelehrsamkeit in vielen Mahayana-Sutras und in Sachen Vinaya und der Shastras der verschiedenen Schulen erwarb. Die hunderttausend Vinaya-Abschnitte lernte er beständig auswendig.

Er hatte eine große Zahl von Schülern.

Zusammen mit Shakyaprabha zählt er zu den Zwei Außergewöhnlichen Meistern (mchog gnyis).

Über seine Taten berichten Butön und Taranatha.

  1. Erklärendes Wörterbuch zum chinesischen Buddhismus. Chinesisch-Sanskrit-Deutsch. Von Heinrich Hackmann. Nach seinem handschriftlichen Nachlass überarbeitet von Johannes Nobel. Herausgegeben von der Religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg/Lahn. Leiden 1951 (Online), S. 161
  2. Dessen vier Hauptschüler waren Sthiramati (vgl. Abhidharma); Dignāga (vgl. Pramāṇa); Guṇaprabha (vgl. Vinaya) und Arya Vimuktasena (vgl. Prajñāpāramitā).
  3. tib. dbyig gnyen
  4. chin. Pinaiye 毘奈耶
  5. Taranatha: Geschichte des Buddhismus in Indien (Übers. Schiefner, S. 128 f.)