Gussstahl
Gussstahl war ab 1740 eine Bezeichnung für Stahl, der während des Herstellungsprozesses zu Halbzeugen gegossen wurde und später durch Umformen (insbesondere Schmieden) und Spanen seine endgültige Form erhielt. Damit wurde Gussstahl vor allem als Abgrenzung verstanden gegenüber:
- dem gießbaren, aber nicht umformbaren Gusseisen und
- dem im Puddelverfahren gewonnenen schmiedbaren, aber nicht gießbaren Schmiedeeisen, das im festen Zustand durch Frischen von Roheisen entstand.
Da das Schmiedeeisen durch den modernen Stahl verdrängt wurde und seit etwa 1950 alle Stähle gegossen werden, ist die Bezeichnung Gussstahl überflüssig geworden.
- ↑ Verein deutscher Eisenhüttenleute (Hrsg.): Werkstoffkunde Stahl. Springer, S. 3–11.