Gyroskopischer Effekt

Die Kreiselwirkung oder der gyroskopische Effekt (von griechisch γύρος gýros, deutsch Drehung und σκοπεῖν skopeîn, deutsch sehen und lateinisch effectus Wirkung) ist die sich durch Kreiselmomente und Kreiselkräfte ausdrückende Trägheit eines drehenden Körpers gegenüber Richtungsänderungen der Drehachse. Im Alltag macht sie sich durch die eigentümliche Widerspenstigkeit eines laufenden symmetrischen Kreisels gegen Richtungsänderungen seiner Figurenachse oder der Selbststeuerung bei rollenden Rädern bemerkbar. Andere weniger gebräuchliche Bezeichnungen sind Deviationswiderstand, Deviationsmoment sowie Gyralkraft.

Fast alle Anwendungen des Kreisels basieren auf dem Kreiselmoment bei der regulären Präzession des symmetrischen Kreisels so beim Kurvenkreisel, den Kollermühlen und der gyroskopischen Stabilisierung.

  1. 1 2 3 Grammel (1920), S. 70.
  2. 1 2 3 4 5 6 Grammel (1950), S. 60 ff.
  3. Klein und Sommerfeld (1910), S. 763 f.
  4. Magnus (1971), S. 85.
  5. Klein und Sommerfeld (1910), S. 962.