Hämolytisch-urämisches Syndrom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| D59.3 | Hämolytisch-urämisches Syndrom |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 3A21.2 | Hämolytisch-urämisches Syndrom |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Das hämolytisch-urämische Syndrom (Abkürzung HUS oder auch HU-Syndrom), auch Gasser-Syndrom genannt, ist definiert als Trias aus akutem Nierenversagen, Thrombozytopenie und intravasaler Hämolyse mit Nachweis fragmentierter Erythrozyten (Fragmentozyten).
Dieses seltene Syndrom betrifft hauptsächlich Kleinkinder und Säuglinge, bei denen es die häufigste Ursache eines akuten Nierenversagens ist. Es kann jedoch auch bei Erwachsenen auftreten. Die Inzidenz liegt bei 1:100.000, bei Kindern bei 3:100.000. Das hämolytisch-urämische Syndrom zählt zu den erworbenen hämolytischen Anämien.
- ↑ Conrad Gasser, E. Gautier, A. Steck, R. E. Siebenmann, R. Oechslin: Hämolytisch-urämische Syndrome: Bilaterale Nierenrindennekrosen bei akuten erworbenen hämolytischen Anämien. Schweizerische Medizinische Wochenschrift (1955), 85:905–909 Archivierte Kopie ( des vom 11. Januar 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Samiya Razzaq: Hemolytic uremic syndrome. An emerging health risk. In: Am Fam Physician., 2006 Sep 15, 74(6), S. 991–996. Review. PMID 17002034
- ↑ Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 1725.
- ↑ W. Proesmans: Hämolytisch-urämisches Syndrom, in: Karl Schärer, Otto Mehls (Hrsg.): "Pädiatrische Nephrologie", Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 2002, ISBN 978-3-642-62621-0, S. 235–242.