Häusler
Als Häusler (auch Häuselmann, Eigenkätner, Kathenleute, Büdner bzw. Bödner, Brinksitzer, Instleute, Hüttner fränkisch und in der Oberpfalz Köbler, oberdeutsch Pointler oder Söldner, amtsdeutsch Kolonisten oder Kleinstellenbesitzer) bezeichnete man früher Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz. Der Begriff der sogenannten Freihäusler bildete sich um 1652 für den Besitz schlesischer Weber heraus, die nur das Haus besaßen und eventuell noch einen Grasgarten für ein Haustier, also wenig Landbesitz. Sie mussten nur einige Tage oder Wochen Fronarbeit leisten und zahlten nur Grundzins. Das Wort kommt von mittelhochdeutsch hiuseler zu ‚Haus‘.
- ↑ https://www.duden.de/rechtschreibung/Huettner
- ↑ Deutsches Rechtswörterbuch, Art. Köbler.
- ↑ Hans Commenda: Volkstum im Landl zur Biedermeierzeit. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. 113. Band, Linz 1968, S. 159 (ooegeschichte.at [PDF])
- ↑ Lujo Brentano: Erbrechtspolitik alte und neue Feudalität. Cotta, Stuttgard 1899, S. 532 (google.de).