Höhlentier

Als Höhlentier wird ein Tier bezeichnet, das mehr oder weniger häufig in Höhlen vorkommt. Je nach Anpassungsgrad und Aufenthaltshäufigkeit in der Höhle werden Faunengruppen unterschieden.

Im Sinne eines Habitats sind mit Höhlen natürliche oder anthropogene Gesteinshöhlen gemeint, aber auch kleinere Strukturen wie Löcher, Ritzen und Baumhöhlen in Totholz, auch künstliche Hohlräume oder untermeerische Höhlungen. Die Größe, ab der ein Hohlraum als Höhle bezeichnet wird, hängt von der Größe des Tieres und dem Urteilsvermögen des Forschers ab. Im Gegensatz dazu und mit Bezug auf den Menschen bezeichnet die Speläologie (Höhlenkunde, von lateinisch spelaeum „Höhle“ und -logie) nur natürlich entstandene Hohlräume mit begehbarer Länge von mehr als fünf Meter als Höhle.

Kulturell-mystisch werden mit Höhlen Vorstellungen urzeitlicher Ungeheuer, etwa von Drachen verbunden.

  1. J. H. Carpenter: Behavior and ecology of Speleonectes epilimnius (Remipedia: Speleonectidae) from surface water of an anchialine cave on San Salvador Island, Bahamas. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) In: Crustaceana. Band 72, 1999, S. 979–991.