Hülsenlose Patrone

Hülsenlose Patrone Gerasimenko im Kaliber 7,62 mm mit interner Treibladung
Hülsenlose Patrone im Kaliber 4,73 × 33 mm mit externer Treibladung im Vergleich zu einer .223 Remington

Bei einer hülsenlosen Patrone (auch: hülsenlose Munition) fehlt im Vergleich zu einer herkömmlichen Patrone die Patronenhülse, die das Treibmittel umgibt. Sie besteht lediglich aus dem Treibmittel, der Zündvorrichtung und dem Projektil. Hülsenlose Munition zielt vor allem darauf, die meist aus Metall gefertigte Patronenhülse als Kosten- und Gewichtsfaktor einzusparen. Damit kann ein Soldat bei gleicher Gewichtsbelastung mehr Patronen tragen. Außerdem verbleibt in der Waffe nach dem Schuss keine Hülse, die herausgezogen und ausgeworfen werden muss. Dies vereinfacht die Konstruktion der Waffe.

  1. Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen: Illustrierte Enzyklopädie der Schützenwaffen aus aller Welt: Schützenwaffen heute (1945–1985). 3. Auflage. Band 1. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1993, ISBN 3-89488-059-7, S. 79