Hỏa-Lò-Gefängnis
Das Hỏa-Lò-Gefängnis (vietnamesisch Hỏa Lò ‚glühender Ofen‘) war ein Gefängnis für politische Gefangene in Hanoi, Vietnam. In Anlehnung an die Hilton Hotels war die ironische Bezeichnung amerikanischer Kriegsgefangener für die Einrichtung Hanoi Hilton.
Erbaut wurde das Gefängnis 1904 von den Franzosen, um vietnamesische Widerstandskämpfer zu inhaftieren und zu foltern. Während des Vietnamkriegs diente das Gebäude den Nordvietnamesen als Gefängnis für amerikanische Kriegsgefangene, insbesondere Piloten. Diese wurden nach Eintreten des Waffenstillstands vom 27. Januar 1973 aus dem Gefängnis entlassen, als im März 1973 ein großer Austausch von Kriegsgefangenen mit den USA erfolgte.
Durch den Film Hanoi Hilton wurde der Name zu einem feststehenden Begriff.
- ↑ François Guillemot: Histoire du Viêt Nam contemporain de 1858 à nos jours (= Collection Grands repères manuels). 2. Auflage. Éditions La Découverte, Paris 2025, ISBN 978-2-348-08767-7, S. 159.