Haagsches Theorem
Rudolf Haag formulierte ein Theorem, das heute allgemein als haagsches Theorem bekannt ist. Es besagt, dass das Wechselwirkungsbild einer relativistischen Quantenfeldtheorie (QFT) inkonsistent ist, d. h., nicht existiert. Haags Beweis von 1955 wurde anschließend mehrfach verallgemeinert, u. a. von Hall und Arthur Wightman, die zu dem Ergebnis gelangten, dass eine eindeutige, universelle Hilbertraum-Darstellung, die sowohl das freie als auch das wechselwirkende Feld beschreibt, nicht existiert. Reed und Simon zeigten 1975, dass ein analoges Theorem auch für neutrale, wechselwirkungsfreie Skalarfelder unterschiedlicher Massen existiert, woraus folgt, dass das Wechselwirkungsbild nicht einmal im Grenzfall einer vernachlässigbaren Wechselwirkung konsistent ist.
- ↑ R. Haag: On quantum field theories (PDF; 2,9 MB) In: Matematisk-fysiske Meddelelser. 29, 12, 1955.
- ↑ D. Hall, A. S. Wightman: A theorem on invariant analytic functions with applications to relativistic quantum field theory. In: Matematisk-fysiske Meddelelser. Band 31, Nr. 1, 1957.
- ↑ M. Reed, B. Simon: Methods of modern mathematical physics. Vol. II: Fourier analysis, self-adjointness. Academic Press, New York 1975.