Hafen Gelsenkirchen

Der Hafen Gelsenkirchen liegt am Rhein-Herne-Kanal. Er ist ein bedeutender Umschlagplatz für Mineralölprodukte und zweitwichtigster Binnenhafen für Getreide in Nordrhein-Westfalen. Der Gesamtumschlag im Jahr 2022 betrug 4,9 Millionen Tonnen (t). Betrieben wird der Hafen von der Gelsenkirchener Logistik-, Hafen- und Servicegesellschaft, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Gelsenkirchen.

Eröffnet wurde der Hafen am 13. Juli 1914. Heute umfasst das Hafengebiet 1,2 Mio. m²; Gesamtfläche und zwei Hafenbecken des Handels- und Industriehafens mit einer Wasserfläche von 117.800 m²;. Es können Koppel- und 2-er Schubverbände oder größere Motorschiffe mit einer Abladetiefe von bis zu 2,8 Meter bzw. mit einer Ladefähigkeit von bis zu 4.800 Tonnen gelöscht werden. Über den Bahnhof Gelsenkirchen-Bismarck ist das Hafengebiet an die Schienen der DB Netz angeschlossen. Außerdem existiert eine nichtöffentlich betriebene Hafenbahn mit 18,4 Kilometern Länge, die einen Jahresumschlag von rund 1 Mio. Tonnen erreicht. Das Gleis der Gelsenkirchener Straßenbahn auf der Werftstraße im Hafengelände kam hinzu; es ist nicht mehr in Betrieb und wurde 2012 entfernt.

Güterumschlag im Jahr 2002
GüterbereichGüterumschlag
in 1000 t
Landw. Erzeugnisse195
Nahrungs- und Futtermittel57
Kohle52
Mineralölprodukte265
Schrott, NE-Metallerze110
Eisen, Stahl und NE-Metalle313
Steine und Erden50
Chemische Erzeugnisse219
Investitionsgüter7
Verbrauchsgüter1
Summe:1269
  1. Deutschlands Binnenhäfen. In: Focus, Jg. 31 (2023), Heft 36 vom 2. September 2023, S. 16–17, hier S. 17.
  2. Stadthafen auf tramtracks.de, abgerufen am 17. August 2022.
  3. Wasserstraßenverkehrs- und Hafenkonzept NRW, 2004