Diode

Eine Diode ist ein elektronisches Bauelement auf Halbleiterbasis, das elektrischen Strom in einer Richtung passieren lässt und in der anderen Richtung sperrt. Sie hat eine Durchlassrichtung und eine Sperrrichtung.

Das Verhalten wurde 1874 von Ferdinand Braun in Punktkontakten auf Halbleitern (Bleisulfid) entdeckt. Die ersten Halbleiterdioden, die man entwickelte, waren Kristalldetektoren und Spitzendioden. Bei diesen Diodentypen verwendete man eine feine Metallspitze (meist aus Wolfram), die auf ein einkristallines Halbleiterplättchen (z. B. aus Galenit) drückte und dort einen lokalen Metall-Halbleiter-Übergang herstellte.

Einfach als Diode werden überwiegend solche Halbleiterdioden bezeichnet, die aus Silizium mit den Methoden der Halbleitertechnik hergestellt werden und einen p-n-Übergang enthalten. Ausführungen mit einem Metall-Halbleiter-Übergang (Schottky-Effekt) oder aus anderem Material werden durch Namenszusätze gekennzeichnet, beispielsweise Schottkydiode oder Germaniumdiode.

Dioden werden unter anderem zur Gleichrichtung und Signalverarbeitung eingesetzt. Daneben zeigt der Halbleiterübergang weitere nutzbare Eigenschaften, die z. B. in Foto-, Z-, Leuchtdioden und Halbleiterdetektoren ausgenutzt werden.