Dipolantenne

Eine elektrische oder magnetische Dipolantenne (von lateinisch di ‚zwei‘; deutsch Zweipolantenne; auch Antennendipol) ist eine gestreckte symmetrische Antenne, die aus mindestens λ/4 langen Teilen besteht. Ein elektrischer Dipol besteht aus einem flachen Streifenleiter, Drähten, Stäben oder Röhren, während ein magnetischer Dipol aus einem Schlitz in einer ausreichend großen leitenden Fläche gebildet wird.

Sowohl elektrische als auch magnetische Dipole wandeln hochfrequenten Wechselstrom und elektromagnetische Wellen ineinander um und können daher sowohl zum Senden als auch zum Empfangen eingesetzt werden – es gilt das Reziprozitätsgesetz.

Ist ein elektrischer Dipol horizontal polarisiert, strahlt ein magnetischer Dipol (magnetische Antenne) mit gleicher Ausrichtung elektromagnetische Wellen mit vertikaler Polarisation aus (s. Babinetsches Prinzip).

Die optimale Länge einer λ/2-Dipolantenne ist unter Vernachlässigung des Verkürzungsfaktors die Hälfte der Wellenlänge λ des speisenden hochfrequenten Wechselstromes. Eine Verkürzung oder Verlängerung der Antenne hat eine entsprechende Änderung der Resonanzfrequenz zur Folge. Verkürzung bedeutet Frequenzerhöhung und umgekehrt.

  1. Datenblatt Halbwellendipol mit EMI-Schleife, UHA 9125 D. In: schwarzbeck.de. Abgerufen am 24. September 2025.