Hamburger Bürgermilitär
Das Hamburger Bürgermilitär (zeitgenössisch meist Bürger Militair) war die nach den Befreiungskriegen neu geschaffene bürgerliche Miliz der Freien und Hansestadt Hamburg. Es wurde 1814/1815 auf Grundlage einer allgemeinen Militärpflicht für Bürger zwischen 20 und 45 Jahren aufgestellt und bestand bis zu seiner Auflösung im Jahr 1868. Organisatorisch und sozial knüpfte es einerseits an ältere Formen des städtischen Bürgeraufgebots („Bürgerwache“) an, unterschied sich von diesen aber durch eine straffere militärische Organisation und eine stärkere Prägung des Offizierskorps durch das kaufmännische Großbürgertum.