Hamilton-Norwood-Schema

Das Hamilton-Norwood-Schema unterteilt den androgenetischen Haarausfall (Alopecia androgenetica) des Mannes in verschiedene Stadien, die sieben Stufen (I bis VII) zugeordnet werden. Entwickelt wurde diese schematisierte Verlaufsklassifikation 1951 von James Hamilton. O’Tar T. Norwood modifizierte und erweiterte sie 1975. Bei etwa 80 Prozent der betroffenen Männer folgt die Heranbildung der Glatze der vorgegebenen Einteilung. Das Hamilton-Norwood-Schema ermöglicht eine standardisierte medizinische Dokumentation des Haarverlustes. Anwendung findet es unter anderem bei der Untersuchung von Betroffenen und bei Haartransplantationen.

Ein davon abgeleitetes, dreistufiges Schema wurde 1977 von Ludwig veröffentlicht. Es beschreibt einen eher diffusen Haarausfall um den Mittelscheitelbereich, der typisch für den androgenetischen Haarausfall bei Frauen ist, aber auch bei etwa einem Fünftel der betroffenen Männer auftritt.

  1. James B. Hamilton: Patterned Loss of Hair in Man: Types and Incidence. In: Annals of the New York Academy of Sciences. Band 53, Nr. 3, 1951, S. 708–728, doi:10.1111/j.1749-6632.1951.tb31971.x, PMID 14819896.
  2. O’Tar T. Norwood: Male Pattern Baldness: classification and Incidence. In: Southern Medical Journal. Band 68, Nr. 11, 1975, S. 1359–1365, doi:10.1097/00007611-197511000-00009, PMID 1188424.
  3. E Ludwig: Classification of the types of androgenetic alopecia (common baldness) occurring in the female sex. In: British Journal of Dermatology, Supplement. Band 97, Nr. 3, 1977, S. 247–254, doi:10.1111/j.1365-2133.1977.tb15179.x, PMID 921894.
  4. Erblich bedingter Haarausfall – Androgenetische Alopezie. In: MedizInfo. 1. Januar 2007, abgerufen am 1. Januar 2007.