Harnstein

Klassifikation nach ICD-10
N20 Nieren- und Ureterstein
N21 Stein in den unteren Harnwegen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Harnsteine (lateinisch-griechisch Urolithe), kurz auch Steine genannt, sind kristalline Ablagerungen („steinförmige“ Konkremente) der ableitenden Harnwege unterschiedlicher Zusammensetzung und Größe, die aus dem Urin gebildet werden. Abzugrenzen hiervon sind Verkalkungen des Nierenfunktionsgewebes z. B. bei Nephrokalzinose, die außerhalb des Hohlsystems der Niere liegen. Je nach Fundort unterscheidet man

Das Krankheitsbild wird als Steinleiden, Steinkrankheit und Urolithiasis bezeichnet. Harnsteine (lateinisch calculi, Plural von calculus) oder Harnkonkremente sollten nicht mit sogenannten Urinsteinen verwechselt werden.

  1. Winfried Vahlensieck (Hrsg.): Urolithiasis. Band 1 von P. Alken, Karl-Horst Bichler, Walter Brendel, Christian Chaussy, E. Hahn, Egbert Schmiedt, Jürgen Sökeland, A. Wolters (Konservative, instrumentelle und operative Harnsteinentfernung), Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1979, S. 70 f.
  2. Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 398 (zu harnstain: Harnstein, Blasenstein, „stain“, lateinisch calculus) und 467 (zu stain).