Hartree-Fock-Methode

Unter Hartree-Fock-Rechnung (beziehungsweise Hartree-Fock-Methode, nach Douglas Hartree und Wladimir Alexandrowitsch Fock) versteht man eine Methode der Quantenmechanik, in der Systeme mit mehreren gleichartigen Teilchen in Mean-Field-Näherung behandelt werden. Sie wird zum Beispiel verwendet in der Atomphysik, der Theoretischen Chemie zur Beschreibung von Elektronen in Molekülen und der Kernphysik für Systeme aus Protonen und Neutronen.

Sie ermöglicht es, Orbitalenergien und Wellenfunktionen von quantenmechanischen Vielteilchensystemen näherungsweise zu berechnen und ist eine so genannte Ab-initio-Methode, d. h. sie kommt ohne empirische Parameter aus und benötigt nur Naturkonstanten. Sie ist der Ausgangspunkt für Post-Hartree-Fock-Methoden, welche die Genauigkeit der Berechnungen verbessern.

Die Hartree-Fock-Methode ist die Basis der Molekülorbitaltheorie.

  1. D. R. Hartree: The Wave Mechanics of an Atom with a Non-Coulomb Central Field. Part I. Theory and Methods. In: Mathematical Proceedings of the Cambridge Philosophical Society. Band 24, Nr. 1, Januar 1928, ISSN 0305-0041, S. 89–110, doi:10.1017/S0305004100011919 (englisch, cambridge.org [abgerufen am 9. Dezember 2024] Part II: 10.1017/S0305004100011920; Part III: 10.1017/S0305004100015954; Part IV: 10.1017/S0305004100014031).
  2. V. Fock: Näherungsmethode zur Lösung des quantenmechanischen Mehrkörperproblems. In: Zeitschrift für Physik. Band 61, Nr. 1–2, Januar 1930, ISSN 1434-6001, S. 126–148, doi:10.1007/BF01340294 (springer.com [abgerufen am 9. Dezember 2024]).