Hasan al-Bannā
Hasan al-Bannā (vollständig ägyptisch-arabisch Hassan Ahmed Abdel Rahman Mohamed El Banna, arabisch حسن أحمد عبد الرحمن محمد البنا, DMG Ḥasan Aḥmad ʿAbd ar-Raḥmān Muḥammad al-Bannā; * 14. Oktober 1906 in Mahmudiyya (etwa 50 Kilometer östlich von Alexandria); † 12. Februar 1949 in Kairo) war Gründer und erster geistlicher Führer (muršid ʿāmm) der Muslimbruderschaft, einer der wichtigsten und einflussreichsten islamistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche islamistische Organisationen berufen sich noch heute auf al-Bannās Ideen und die seiner Nachfolger. Von seinen Anhängern wird al-Bannā wie auch Sayyid Qutb wegen seiner Ermordung als „der Märtyrer-Imam“ (al-Imām aš-šahīd) tituliert.
Bannās Sohn Said Ramadan ist der Vater des Islamwissenschaftlers und Publizisten Tariq Ramadan sowie des islamischen Predigers und Buchautors Hani Ramadan. Der liberale Islam-Gelehrte Gamal al-Banna war der jüngere Bruder von Hasan al-Bannā.
- ↑ Christoph Leonhardt: Religion und Gewalt in Syrien. Legitimierung und Mobilisierung unter der Assad-Dynastie (1970–2020), in: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient 19, Münster 2024, S. 108ff., ISBN 978-3-643-25119-0 Religion und Gewalt in Syrien. In: lit-verlag.de. Abgerufen am 2. Juli 2025.