Hauerland
Das Hauerland oder Hauland ist eine Sammelbezeichnung für die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bestehenden deutschen Sprachinseln der Mittelslowakei, vor allem für jene um die Städte Kremnitz (slowakisch Kremnica, ungarisch Körmöcbánya), Deutschproben (slowakisch Nitrianske Pravno, ungarisch Németpróna) und Hochwies (slowakisch Veľké Pole, ungarisch Pálosnagymező).
Diese Bezeichnung „Hauland“ oder „Hauerland“ hat sich an Stelle von Einzelbezeichnungen (wie Kremnitz-Deutschprobner Sprachinsel) Ende der 1930er oder 1950er Jahre durchgesetzt. Sie stammt wahrscheinlich von Josef Hanika und wurde von Ambros Grosz propagiert.
- 1 2 Armin R. Bachmann, Christliebe el Mogharbel, Katja Himstedt: Form und Struktur in der Sprache: Festschrift für Elmar Ternes (2010), S. 2: „Der Begriff „Hauland“ oder „Hauerland“ stammt wohl von Hanika (1952) und bezieht sich eigentlich auf zwei deutsche Sprachinseln um Deutsch-Proben/Nitrianske Pravno und Kremnitz/Kremnica. Etliche Dorfnamen dort enden auf -hau.“
- ↑ Christiane Brenner: Geschichtsschreibung zu den böhmischen Ländern im 20. Jahrhundert: Wissenschaftstraditionen, Institutionen, Diskurse. Oldenbourg Verlag (2006, ISBN 9783486579901): „Im Rahmen seines Instituts brachte Hanika noch 1952 eine Monographie zur „Sprachinselvolkskunde“ heraus, konkret zu dem von ihm seit 30 Jahren bearbeiteten „Hauland“ in der Slowakei.“
- ↑ Acta Linguistica (1959), Band 9, S. 349: „Für die lockeren Siedlungsgruppen in der Slowakei, vor allem für das sog. Hauland (einschliesslich Deutschpilsen)“.