Haus Hohe Pappeln
Das Haus „Hohe Pappeln“ in Weimar ist das ehemalige Wohnhaus des Künstlers Henry van de Veldes (1863–1957) und wird heute von der Klassik Stiftung Weimar als Museum genutzt.
1902 kam der belgische Architekt und Designer Henry van de Velde durch die Vermittlung seines Freundes und Förderers Harry Graf Kessler nach Weimar. Im Auftrag des Großherzogs Wilhelm Ernst sollte er hier das Handwerk des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach in stilistischer Hinsicht beraten und gründete das kunstgewerbliche Seminar, aus dem 1908 die Kunstgewerbeschule Weimar hervorging. 1906–1907 ließ er für sich und seine Familie das Haus nach eigenen Entwürfen errichten, nachdem die Mietwohnung in der Trierer Straße 71, die zu dieser Zeit Lassenstraße 29 hieß, in Weimar für die siebenköpfige Familie zu klein geworden war. Vorher wohnte er in der Cranachstraße 11.
- ↑ Volker Wahl (Hrsg.): Henry van de Velde: Dokumente und Berichte zur Förderung von Kunsthandwerk und Industrie (1902-1915) (=Veröffentlichungen der Historischem Kommission für Thüringen Große Reihe Band 14), Böhlau Verlag, Köln-Weimar-Wien 2007, S. 409. ISBN 978-3-412-01306-6. Als van de Velde dort wohnte, war es vor der Umnummerierung die Cranachstraße 11.