Hebräisches Alphabet

Hebräisches Alphabet
Schrifttyp Konsonantenschrift
Sprachen Hebräisch, Aramäisch,
jüdische Sprachen
wie Jiddisch und Ladino
Verwendungszeit seit etwa 300 v. Chr.
Abstammung Phönizische Schrift
  Aramäische Schrift
   Hebräisches Alphabet
Besonderheiten horizontal von rechts nach links geschrieben;
von rechter nach linker Buchseite
Unicodeblock U+0590 und U+05FF
U+FB1D und U+FB40
ISO 15924 Hebr
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Das hebräische Alphabet (hebräisch אָלֶף־בֵּית עִבְרִי Alef-Bet iwri, kurz schlicht Alef-Bet oder in aschkenasischer und jiddischer Aussprache Alef-Bejs genannt) ist das aus 22 Buchstaben bestehende Alphabet des antiken und modernen Hebräisch sowie des biblischen und talmudischen Aramäisch. Daneben wurden und werden teilweise auch andere jüdische Sprachen damit geschrieben, zum Beispiel Jiddisch, Judäo-Arabisch, Judäo-Persisch, Judäo-Berberisch und Ladino (Judenspanisch).

Die hebräische Sprache wurde ursprünglich in althebräischer Schrift geschrieben, die der phönizischen Schrift sehr ähnlich war. Gemeinsamer Ursprung beider Schriften war vermutlich die protosinaitische Schrift. Vom 5./4. Jahrhundert v. Chr. an setzte sich mit der Ausbreitung des Aramäischen die aramäische Schrift zum Schreiben des Hebräischen durch. Das Aramäische selbst erlebte im Laufe der Antike einen Wandel seines Schriftsystems und das Entstehen neuer Alphabete (syrische Schrift, mandäische Schrift), die teilweise bis heute verwendet werden. Das Hebräische bewahrte das ältere aramäische Alphabet (es wird oft als hebräische Quadratschrift bezeichnet) und bildete insbesondere im Mittelalter verschiedene Kursiven aus. Rabbinische Werke sind oft in Raschi-Schrift. Die heute übliche Kursive (auch als hebräische Schreibschrift bezeichnet) entstand im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum.