Heißwecke

Heißwecken, auch Heißewecken oder Hedewigs, sind ein traditionelles Gebäck, das im deutschen Sprachraum seit dem Spätmittelalter nachgewiesen ist und in Nord- und Nordwestdeutschland vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit gegessen wurde, speziell von Rosenmontag bis Aschermittwoch. Es handelte sich dabei in der Grundform um süße Milchbrötchen aus Weizenmehl, die warm gegessen wurden. Das Verbreitungsgebiet der Heißwecken umfasste im Wesentlichen den Einflussbereich der Hanse. Es gibt zahlreiche Dialektbezeichnungen, die fast alle auf den Begriff Heißwecken zurückzuführen sind, am häufigsten Hedewäggen, Hetwegge, Heteweggen, Heiteweggen und Heetwich.

  1. Ernst Helmut Segschneider: Heißwecken als Fastnachtsgebäck im Hanseraum. In: Günter Wiegelmann, Ruth Mohrmann (Hrsg.): Nahrung und Tischkultur im Hanseraum. Münster 1996, S. 429–461.