Heimatkunde. Aufsätze und Reden

Heimatkunde. Aufsätze und Reden ist ein Band Martin Walsers aus dem Jahr 1968, bestehend aus neun Reden und Aufsätzen. Walser schildert kritisch die Wirklichkeit der Bundesrepublik zwischen 1965 und 1968 und reflektiert die Geschehnisse und Zustände des Auschwitzprozesses und des Vietnamkriegs, analysiert Heimat, Dialekt, die politische Sprache und thematisiert ebenfalls das Theater, die Rolle Amerikas im Vietnamkrieg sowie das gesellschaftliche Verhältnis eines Schriftstellers.

Der Titel Heimatkunde ist zugleich auch der Titel eines darin enthaltenen Aufsatzes. Heimat bedeutet für Martin Walser eine Art sprachlich orientierte Verbundenheit. Walser ist eng verbunden mit seiner Heimat und ist von seiner Muttersprache, dem Alemannischen, geprägt worden. Mit Heimat und Dialekt verbinden sich zwei wichtige Themen, denen Walser sich häufig in seinem Werk widmet. Ihre Bedeutung für Walser wird durch den Titel des Bandes widergespiegelt.