Heinrich Hoerle

Heinrich Hoerle (* 1. September 1895 in Köln; † 3. Juli 1936 ebenda) war ein deutscher Maler. Er hatte seine Anfänge im Rheinischen Expressionismus und war nach dem Ersten Weltkrieg Teil der Kölner Dada-Gruppe um Johannes Baargeld und Max Ernst. Mit seiner Frau, der Malerin Angelika Hoerle, löste er sich von Max Ernsts internationaler Dada-Tendenz und schloss sich Anton Räderscheidts Gruppe stupid an. Ab Mitte der 1920er Jahre gehörten er und sein Freund Franz Wilhelm Seiwert zum Kern der revolutionären Gruppe progressiver Künstler. Es gibt puristisch strenge konstruktivistische Bilder von Hoerle, andere stehen in der Tradition der pittura metafisica von Giorgio de Chirico (ab 1919) und des Surrealismus. 1931/1932 erfolgte der Übergang zur Wachsmalerei, die den Höhe- und Endpunkt in seinem Werk bildet.

  1. Sterbeurkunde Nr. 391 vom 4. Juli 1936, Standesamt Mülheim. In: LAV NRW R Personenstandsregister. Abgerufen am 18. Juli 2024.
  2. Angelika Hoerle, geb. Margaretha Angelika Fick, * 20. November 1888 in Köln, † 9. September 1923 in Köln an Tuberkulose. Siehe Website ihrer kanadischen Großnichte, der Kunsthistorikerin Angelika Littlefield (angielittlefield.com)
  3. Sabine Kimpel-Fehlemann (Bearbeiterin): Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach. Bestandskatalog I. 1981, S. 211.
  4. Hans Schmitt-Rost: Heinrich Hoerle. Recklinghausen 1965, S. 20. („Er verwendete die Wachstifte vornehmlich kalt.“)