Heiratspolitik der Habsburger
Die Heiratspolitik der Habsburger bezeichnet die Praxis und Tradition dieses Adelshauses, seit dem ausgehenden Mittelalter den eigenen Herrschaftsbereich durch Heiraten immer wieder äußerst erfolgreich auszudehnen, was über die generelle Bedeutung dynastischer Politik in der Vormoderne hinausgeht und unter dem Motto Bella gerant alii, tu felix Austria nube zur habsburgischen „Meistererzählung“ wurde.
- ↑ Hermann Weber: Die Bedeutung der Dynastien für die europäische Geschichte der frühen Neuzeit. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Bd. 44 (1981), S. 5–32.
- ↑ Michael Hochedlinger: Stiefkinder der Forschung. Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte der frühneuzeitlichen Habsburgermonarchie. Probleme – Leistungen – Desiderate. In: ders., Thomas Winkelbauer (Hrsg.): Herrschaftsverdichtung, Staatsbildung, Bürokratisierung. Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte der Frühen Neuzeit. Böhlau/Oldenbourg, Wien/München 2010, S. 293–394, Kapitel 2.2: „Tu, felix Austria, nube – Die österreichische Meistererzählung“, S. 317.