Helmut G. Walther (Historiker)

Helmut G. Walther (* 4. Juli 1944 in Bayreuth) ist ein deutscher Historiker.

Der Sohn von Erna Walther, geborene Hoyer, und des Regierungsdirektors Kurt Walther, besuchte von 1954 bis 1963 die Oberrealschule in Bayreuth und studierte von 1963 bis 1970 Geschichte, Deutsch, Politologie und Philosophie an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, FU Berlin und Konstanz. 1968 erfolgte das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Im Jahre 1970 wurde er bei Arno Borst und Waldemar Besson in Konstanz promoviert. Von 1970 bis 1978 war er als wissenschaftlicher Angestellter und Assistent (ab 1972) tätig. Seine Habilitation erfolgte 1978 in Konstanz, wo er im selben Jahr als Privatdozent seine Lehrtätigkeit begann. Von 1980 bis 1993 lehrte Walther als Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Kiel. Im Anschluss war er von 1993 bis zur Emeritierung 2009 Lehrstuhlinhaber für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Jena. Er ist Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die sozialen Trägergruppen politischer Ideen im Mittelalter, der Staatsbildungsprozess im späteren Mittelalter, die Ketzergeschichte des Mittelalters, die Beziehungen zwischen Abendland und Islam sowie die Rezeptionsgeschichte des Mittelalters.

Helmuth G. Walther heiratete 1975.