Heloten

Heloten (altgriechisch εἵλωτες heílōtes „die Eroberten, die Gefangenen“ [Singular εἵλως heílōs oder εἱλώτης heilṓtēs]; von ἑλεῖν heléin „fassen, ergreifen, nehmen“; laut Pausanias und anderen wurde der Begriff auch von Helos, einem Ort im südlichen Eurotastal, abgeleitet) nannte man die Angehörigen einer sozialen Schicht von Menschen im Staat Lakedaimon (heute üblicherweise nach seinem Hauptort Sparta genannt), die zwar im Staat sesshaft, aber keine Bürger waren. Sie waren an die Scholle gebunden und wurden als zahlenmäßig größte Bevölkerungsgruppe der „öffentlichen Sklaven“ angesehen.

  1. Lukas Thommen: Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis. 2. erw. Aufl., Stuttgart 2017 (Erstauflage Stuttgart 2003), S. 99.
  2. Hellanikos bei Harpokration, s. v. εἱλωτεύειν; Ephoros bei Strabon 8,365; Pausanias 3,20,6; Theopompos bei Athenaios 6,102; Stephanos von Byzanz s. v. Ἕλος.
  3. Vgl. Lukas Thommen: Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis. 2. erw. Aufl., Stuttgart 2017 (Erstauflage Stuttgart 2003), S. 99, der über 100.000 Angehörige für die Schicht der Heloten annimmt.