Hendra-Virus

Hendra-Virus

Hendra-Virus

Systematik
Klassifikation: Viren
Realm: Riboviria
Reich: Orthornavirae
Phylum: Negarnaviricota
Subphylum: Haploviricotina
Klasse: Monjiviricetes
Ordnung: Mononegavirales
Familie: Paramyxoviridae
Gattung: Henipavirus
Art: Hendra henipavirus
Taxonomische Merkmale
Genom: (−)ssRNA linear
Baltimore: Gruppe 5
Symmetrie: helikal
Hülle: vorhanden
Wissenschaftlicher Name
Hendra henipavirus
Kurzbezeichnung
HeV
Links
ICTV Taxon History: 201851609
NCBI Taxonomy: 63330
NCBI Reference: AF017149

Das Hendra-Henipavirus, kurz Hendra-Virus (HeV) ist eine Spezies (Art) von Viren aus der Familie Paramyxoviridae. Sie wurde als erster Vertreter der späteren Gattung Henipavirus 1995 beschrieben und ist nach dem Ort des ersten dokumentierten Ausbruchs 1994 im Vorort Hendra der Stadt Brisbane, Australien benannt. Zunächst bezeichnete man das Hendra-Virus aufgrund seiner morphologischen Ähnlichkeit mit dem Masernvirus als „Equines Morbillivirus“. Es ist der Erreger einer oft schwer verlaufenden Infektion bei Pferden und Menschen. Das biologische Reservoir des Hendra-Virus sind Flughunde, von denen eine Infektion der Pferde durch einen noch ungeklärten Übertragungsweg ausgeht. Menschen können sich durch den Kontakt mit Nasensekret und Urin von erkrankten Pferden infizieren. Infektionen mit Hendra-Virus sind sehr selten und bislang nur in Australien beschrieben; die Infektion besitzt zwar eine hohe Letalität, jedoch ist das Virus wenig kontagiös.

  1. ICTV Master Species List 2018b.v2. (Memento des Originals vom 30. März 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. MSL #34, März 2019
  2. 1 2 ICTV: ICTV Taxonomy history: Akabane orthobunyavirus, EC 51, Berlin, Germany, July 2019; Email ratification March 2020 (MSL #35)
  3. K. Murray, R. Rogers, L. Selvey, P. Selleck et al.: A novel morbillivirus pneumonia of horses and its transmission to humans. In: Emerging Infectious Diseases, 1995, Jan-Mar;1(1), S. 31–33, PDF