Hereditäre Fruktoseintoleranz

Klassifikation nach ICD-10
E74.1 Störungen des Fruktosestoffwechsels
Fructose-1,6-bisphosphatase-Mangel
Hereditäre Fruktoseintoleranz
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
5C51.50 Hereditäre Fruktoseintoleranz
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) ist eine seltene Krankheit, die durch eine erbliche Störung des Fruktosestoffwechsels bedingt ist, bei der das aus Fruktose (Fruchtzucker) gebildete Fructose-1-phosphat nicht oder nicht in ausreichenden Mengen abgebaut werden kann. Als Folge ist der Fruchtzuckergehalt in den Zellen mit einer toxischen Wirkung erhöht, der wiederum die Verstoffwechselung der Glukose stört und eine Unterzuckerung verursacht. Sie darf nicht mit der sehr viel häufiger vorkommenden intestinalen Fruktoseintoleranz aufgrund von Fruktosemalabsorption verwechselt werden. Die Häufigkeit der jährlichen Erkrankungen pro 100.000 Personen (Inzidenz) der hereditären Fructoseintoleranz beträgt 1:10.000 bis 1:130.000, während von der Fruktosemalabsorption etwa 30–40 % der Mitteleuropäer betroffen sind, davon rund die Hälfte mit Symptomen.

  1. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 266. Auflage
  2. G. Löffler, P. E. Petrides, P. C. Heinrich: Biochemie & Pathobiochemie. 8. Auflage. Springer, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-32680-4, S. 395.
  3. Gerald Huether: Tryptophan, serotonin, and melatonin: basic aspects and applications. In: Band 467 von Advances in Experimental Medicine and Biology. 2. Auflage. Springer, 1999, ISBN 0-306-46204-4, S. 74.