Hermann Weiß (Kostümkundler)

Carl Jacob Hermann Weiß (* 2. April 1822 in Hamburg; † 21. April 1897 in Berlin) war ein deutscher Maler, Kupferstecher und Kostümkundler.

Hermann Weiß, jüngerer Brüder des Malers und Illustrators Ferdinand Weiß, studierte in Berlin bei Johann Samuel Otto und an der Akademie der Künste, ab 1843 in Düsseldorf bei Theodor Hildebrandt. Ab 1845 arbeitete er in Berlin, wo er 1842 und 1850 in der Ausstellung der Akademie mit Genre- und Historienbildern vertreten war. Ab 1854 war er Lehrer der Kostümkunde an der Akademie der Künste, ab 1856 als Professor, ab 1875 an der neu gegründeten Akademie der bildenden Künste. Diese Funktion hatte er bis 1884. Zudem war er von 1858 bis 1878 war er Direktorialassistent am Kupferstichkabinett und seit 1879 technischer Direktor des Zeughauses. 1883 wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt.

Bedeutend ist er mit seinen Arbeiten zur Kostümkunde, die er als wissenschaftliche Disziplin mit begründete.

  1. Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 28 (kobv.de [PDF]).