Herr Lehmann
Herr Lehmann ist der Titel des Romandebüts von Sven Regener, des Gründers und Sängers der Band Element of Crime. Das Buch wurde 2001 bei Eichborn veröffentlicht und seitdem in zahlreiche Sprachen übersetzt, unter anderem als Berlin Blues (2003) ins Englische. Mit über einer Million verkauften Exemplaren handelt es sich um das finanziell erfolgreichste Buch des Autors.
Unter dem Titel Der Hund erschien das erste Kapitel von Herr Lehmann bereits 1997 in leicht abweichender Form in der Literaturzeitschrift Der Salmoxisbote. Laut Sven Regener existierte dieser Text bereits seit 1991 und sei anlässlich des 30. Geburtstages einer Freundin geschrieben worden.
Die Handlung von Herr Lehmann ist in Berlin-Kreuzberg angesiedelt und spielt im Sommer und Herbst des Jahres 1989. Das Buch ist der Beginn einer Reihe, zu der die später erschienenen Bände Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008), Wiener Straße (2017) und Glitterschnitter (2021) gehören, deren Handlungen zeitlich vor den Ereignissen des Buches Herr Lehmann liegen. Im chronologisch nach Herr Lehmann spielenden Roman Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013) fokussierte sich Regener auf eine wichtige Nebenfigur seines Debütromans.
Im Jahr 2003 erschien eine Verfilmung des Romans unter der Regie von Leander Haußmann und mit Christian Ulmen in der Rolle des titelgebenden Protagonisten. Für das Drehbuch erhielt Regener den Deutschen Filmpreis 2004.
- ↑ Sven Regener: Zwischen Depression und Witzelsucht: Humor in der Literatur. 1. Auflage. Verlag Galiani Berlin, 2024, ISBN 978-3-86971-310-6, S. 61.
- ↑ „Der Hund“, Salmoxisbote 18, Onlinefassung
- ↑ Vgl. Sven Regener, Joachim Feldmann und Frank Lingau (Interview), „Die Bundeswehr war der totale Schock“, in: Am Erker 30 (2007, H. 53), S. 36–40, hier S. 37. Vgl. zudem Sven Regener, Daniel Bax (Interview), »Kreuzberg gibt es nicht«, in: die tageszeitung 6596 (9. November 2001), S. 25.
- ↑ Deutscher Filmpreis 2004 - Die Gewinner. In: blickpunktfilm.de. 18. Juni 2004, abgerufen am 29. September 2024.
- ↑ Nathalie Waehlisch: Deutscher Filmpreis: "Gegen die Wand" räumt ab. In: spiegel.de. 18. Juni 2004, abgerufen am 29. September 2024.