Herstatt-Bank

Die Herstatt-Bank (eigentlich I. D. Herstatt KGaA) war eine Kölner Privatbank, die vom Bankier Iwan David Herstatt gegründet und geleitet wurde. Im Juni 1974 wurde sie infolge von Devisenspekulationen insolvent; ihr Zusammenbruch war die bis dahin größte Bankenpleite seit Bestehen der Bundesrepublik. Das Bankhaus I. D. Herstatt KGaA besaß die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, bei welcher der namensgebende Iwan David Herstatt als Komplementär und Hans Gerling als Kommanditaktionär maßgeblich, zuletzt mit mehr als 84 % Aktienanteil, beteiligt waren. Das Bankhaus besaß eine Vollbanklizenz und betrieb alle Bankgeschäfte in der Form einer Universalbank.