Herzog von Gramont

Gramont ist der Name einer der ältesten Familien des französischen Adels, seit 1643 herzoglich, die somit zum Hochadel zählt.

Die Gramonts werden um 1040 als Barone erwähnt und waren ein Zweig des Hauses der Vicomtes de Dax, die bereits im 10. Jahrhundert erwähnt sind und sich ihrerseits vom Haus Gascogne ableiten, das bis ins 8. Jahrhundert zurückgeht. Ihren Namen führten sie nach der Burg Gramont (span. Agramunt) in der südfranzösischen Landschaft Labourd (Niederpyrenäen). Die benachbarten Schlösser Bidache und Guiche befinden sich (als Ruinen) bis heute im Familienbesitz.

Durch eine Eheschließung von 1526 ging das Erbe des älteren Hauses Gramont auf eine Linie des Hauses Aure über, die den Titel Seigneur de Gramont annahm und das neue Haus Gramont bildet. Das Haus Aure ist seinerseits eine Nebenlinie des Haus Comminges, der im 10. Jahrhundert wichtigsten Familie der französischen Pyrenäen.

1563 wurden die Herren von Gramont zu Grafen von Guiche erhoben, 1643 das Familienoberhaupt zum Herzog von Gramont, 1739 zum Herzog von Lesparre und 1780 zum Herzog von Guiche. Ab 1801 teilten sich die Linien der Herzöge von Gramont/Guiche und der Herzöge von Lesparre, die beide bis heute bestehen. In der Hauptlinie Gramont wurde Duc de Guiche zum Titel des jeweiligen Erbprinzen.