Heterochronie

Heterochronie (von griechisch ἕτερος heteros „abweichend“ und χρόνος chrónos „Zeit“) bezeichnet eine evolutionäre Änderung des zeitlichen Verlaufs der Individualentwicklung eines Lebewesens, die bewirkt, dass sich

  • der Beginn oder das Ende eines Entwicklungsvorgangs – beispielsweise der Entwicklung des Gebisses – verschiebt oder
  • die Geschwindigkeit eines solchen Vorgangs ändert. Ein Beispiel hierfür ist die Beschleunigung des Größenwachstums bei endothermen Wirbeltieren („Warmblütern“) im Vergleich zu ihren ektothermen („wechselwarmen“) Vorfahren.