Heterotaxie

Eine Heterotaxie (altgriechisch ἕτερος héteros, deutsch verschieden, τάξις táxis, deutsch Anordnung) beschreibt eine Verlagerung der Organe im Brustkorb oder Bauchraum von der rechten auf die linke Seite oder umgekehrt. Solche Fehlbildungen werden auch Lateralisationsdefekt genannt. Da es vielfältige Möglichkeiten eines solchen Rechts/Links-Austausches gibt, ist sie Merkmal verschiedener Erkrankungen. Ein vollständiger Austausch heißt Situs inversus (totalis) und macht eigentlich keine Probleme. Ist nur ein Teil der Organe auf die Gegenseite oder im Sinne eines Situs ambiguus in die Mittellinie verlagert, treten meist auch unterschiedliche Herzfehler, Fehlbildungen der Nieren und der Gallenwege oder sogenannte Mittelliniendefekte auf. Alle Heterotaxien zusammengenommen kommen etwa bei einem von 15.000 Menschen vor.

  1. Eintrag zu Heterotaxie. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 27. Juli 2024.