Hibis

Hibis in Hieroglyphen


Ḥebet
Ḥbt
Griechisch Ἱβιτῶν πόλις
Koptisch Hēb
ϨⲎⲂ
Blick auf den Tempel von Hibis vom oberen Tempel von an-Nadura. Teile des antiken Hibis werden heute von Palmengärten überdeckt.

Hibis (altägyptisch Ḥbt „Pflugstadt“, lateinisch Hibeos, altgriechisch Ἱβις, Ἱβιτῶν πόλις, Ἥβις, koptisch ϨⲎⲂ, Hēb, arabisch هيبس, DMG Hībis) war eine Metropole im alten Ägypten im Norden der Senke al-Charga. Bauwerke und Funde belegen, dass die Stadt wenigstens seit der Spätzeit existierte und bis in römisch-koptischer Zeit besiedelt war. Zu den wichtigsten Hinterlassenschaften gehören der Hibis-Tempel, der unter dem persischen Großkönig Dareios I. dekoriert und der den Göttern Amun-Re, Mut und Chons geweiht wurde, sowie das antike Siedlungsgebiet Ain al-Charab (Ain at-Turba).

  1. Zu den Nemensbelegen siehe: Guy Wagner: Les oasis d’Égypte: à l’époque grecque, romaine et byzantine d’après les documents grecs (= Bibliothèque d’étude. Band 100). L'Institut français d’archéologie orientale, Caire 1987, ISBN 2-7247-0050-3, S. 155–157.Werner Vycichl: Dictionnaire étymologique de la langue copte. Peeters, Leuven 1983, S. 288.