Hidschrī-Jahreszählung

Heutiges Datum nach
Hidschrī-Jahreszählung
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29. Schauwāl 1447
(= 17. April 2026)
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Die Hidschrī-Jahreszählung (arabisch التقويم الهجري, DMG at-taqwīm al-hiǧrī) ist eine Jahreszählung, die vom zweiten Kalifen ʿUmar ibn al-Chattāb im Jahre 638 eingeführt wurde und bis heute eine der Grundlagen der islamischen Zeitrechnung bildet. In ihrer allgemein üblichen Form stützt sie sich auf den Islamischen Mondkalender, nach dem das Jahr 354 oder 355 Tage lang ist und somit 10 bis 12 Tage kürzer als das Sonnenjahr des gregorianischen Kalenders. Ausgangspunkt der Hidschrī-Jahreszählung ist der 1. Muharram des Jahres, in dem die Auswanderung (Hidschra) des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina stattfand. In astronomischer Chronologie wird dieser Tag auf den 15. Juli 622 datiert, sonst auch auf den 16. Juli 622. Die Hidschra selbst kam erst am 21. September 622 mit der Ankunft des Propheten in Medina zum Abschluss. Jahresangaben nach dieser Zeitrechnung werden in westlichen Sprachen üblicherweise mit dem Kürzel AH (= Anno Hegirae) oder im Deutschen mit d. H. (= [im Jahr] der Hedschra) versehen.

Neben der allgemein üblichen Hidschrī-Jahreszählung, die auf dem Mondkalender beruht, kommt in Iran und Afghanistan eine Hidschrī-Jahreszählung zum Einsatz, die auf dem Iranischen Sonnenkalender beruht. Sie wird Hidschrī-Schamsī-Jahreszählung genannt. Auch der Rumi-Kalender, der von 1840 bis 1926 im Osmanischen Reich verwendet wurde, beruhte auf der Hidschrī-Ära.

  1. Gerhard Endreß: Einführung in die islamische Geschichte. Beck, München 1982. S. 187.
  2. Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Leipzig/Wien, 1905–1909, Stichwort D (bei woerterbuchnetz.de)