Hirnatrophie

Klassifikation nach ICD-10
G31.- Sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems, anderenorts nicht klassifiziert
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
8E7Y Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des Nervensystems
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Als Hirnatrophie (auch Gehirnatrophie; lat. Atrophia cerebri, umgangssprachlich Gehirnschwund) bezeichnet man einen allmählichen Verlust von Hirnsubstanz. In gewissem Umfang ist ein Rückgang von Volumen und Masse des Gehirns mit fortschreitendem Alter normal, man verliert ab dem 20. Lebensjahr etwa 50.000 bis 100.000 Hirnzellen täglich. Nur die über das Altersmaß hinausgehenden Veränderungen werden als Hirnatrophie bezeichnet. Langfristig kann Hirnatrophie zu neurologischen Ausfallerscheinungen und zum fortschreitenden Verlust der kognitiven Leistungsfähigkeit führen. Es gibt aber keinen linearen Zusammenhang zwischen Ausmaß der Atrophie und Leistungsminderung.

  1. Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S. 91.
  2. A. J. Jacobs: Britannica & ich. Von einem der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden. Ullstein, 2006, ISBN 978-3-471-79513-2, S. 228 (Originaltitel: The Know-It-All.).
  3. Russel Ash: 1001 Fakten, Zahlen und Rekorde. Arena, 1999, ISBN 3-401-04850-3, S. 95 (Originaltitel: Factastic Book of 1001 Lists.).