Hirntod
Als Hirntod (Adjektiv: hirntot) wird das irreversible Ende aller Hirnfunktionen – bei vorhandener Kreislaufaktivität und künstlich aufrechterhaltener Atmung – aufgrund von weiträumig abgestorbenen Nervenzellen bezeichnet. Der Hirntod wird oft als sicheres inneres Todeszeichen oder als „Äquivalent des menschlichen Todes“ angesehen. Wenn keine exogene Vergiftung oder Unterkühlung vorliegt, sind Bewusstlosigkeit, fehlende Reflexe, weite lichtstarre Pupillen und fehlende Spontanatmung sowie eine isoelektrische Linie im Elektroenzephalogramm Zeichen des eingetretenen Hirntods.
- ↑ Claudia Wiesemann: Hirntod. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 601 f., hier: S. 601.
- ↑ Claudia Wiesemann: Hirntod. 2005, S. 601.