Histon-Code
Histon-Code ist ein Begriff aus dem Wissenschaftsgebiet Epigenetik. Die Histon-Code-Hypothese besagt, dass die Übersetzung von genetischer Information, welche in der DNA codiert ist, teilweise durch Histonmodifikationen kontrolliert wird. Histonmodifikationen sind chemische Abänderungen an speziellen Eiweiß-Molekülen, den Histonen.
Der Histon-Code ist Teil des epigenetischen Codes. Die Wirkung der Histone bzw. Histonmodifikation ist stark mit dem Grad der DNA-Methylierung verwoben.
Histone assoziieren sich mit der DNA zu Nukleosomen, die sich ihrerseits zu Chromatinfasern bündeln, die wiederum das eher bekannte Chromosom bilden. Histone sind globuläre Proteine mit einem flexiblen N-Terminus, der als der Schwanz bezeichnet wird und aus dem Nukleosom hervorsteht. Viele der Histonschwanz-Modifikationen korrelieren sehr gut mit der Chromatinstruktur. Sowohl der Status der Histonmodifikationen als auch die Chromatinstruktur korrelieren gut mit den Genexpressionsniveaus. Details der Genexpressionsregulation durch Histon-Modifikationen: siehe Tabelle unten.
- ↑ T. Jenuwein, C. Allis: Translating the histone code. In: Science. 293(5532), 2001, S. 1074–1080. doi:10.1126/science.1063127. PMID 11498575.
- ↑ Bilian Jin, Yajun Li, Keith D. Robertson: DNA Methylation - Superior or Subordinate in the Epigenetic Hierarchy? In: Genes Cancer. 2(6), Jun 2011, S. 607–617. doi:10.1177/1947601910393957. PMC 3174260 (freier Volltext). PMID 21941617