Ho-Chi-Minh-Mausoleum

Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum (vietnamesisch Lăng Chủ tịch Hồ Chí Minh) ist eine große Gedenkstätte in Hanoi, Vietnam, die dem ehemaligen vietnamesischen Staatsführer Hồ Chí Minh gewidmet ist. Das Mausoleum wurde im Stil des Lenin-Mausoleums in Moskau gebaut und am 29. August 1975 eingeweiht.

Hồ Chí Minh (1890–1969), auch bekannt als Bác Hồ (伯胡, „Onkel Ho“), war der Gründer und Führer der Kommunistischen Partei Vietnams und spielte eine entscheidende Rolle im Kampf Vietnams um die Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft. Er diente von 1945 bis zu seinem Tod 1969 als Präsident von Nordvietnam. Das Mausoleum auf dem Ba-Đình-Platz erhebt sich an der exakten Stelle, wo die Tribüne stand, auf der Hồ Chí Minh am 2. September 1945 die Unabhängigkeit Vietnams erklärt hat.

Der einbalsamierte Leichnam von Ho Chi Minh wird in einer Vitrine in der zentralen Halle des Mausoleums aufbewahrt, und die Besucher können am Leichnam vorbeigehen und ihm die letzte Ehre erweisen. Das Mausoleum ist eine beliebte Touristenattraktion in Hanoi, die jedes Jahr Tausende von Besuchern anlockt.

Besucher des Mausoleums müssen sich an eine strenge Kleiderordnung und Verhaltensregeln halten, und das Fotografieren ist im Inneren des Mausoleums streng verboten. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch des Mausoleums über dessen Öffnungszeiten und Regeln zu informieren.

  1. 1 2 François Guillemot: Histoire du Viêt Nam contemporain de 1858 à nos jours (= Collection Grands repères manuels). 2. Auflage. Éditions La Découverte, Paris 2025, ISBN 978-2-348-08767-7, S. 170.