Hohler Fels
| Hohler Fels | ||
|---|---|---|
| Höhleneingang | ||
| Lage: | Schelklingen, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Höhe: | 534 m ü. NHN | |
| Geographische Lage: | 48° 22′ 44,8″ N, 9° 45′ 14,8″ O | |
|
| ||
| Katasternummer | 7624/8 | |
| Geologie | Malm ε | |
| Typ | Karsthöhle | |
| Mittlere jährliche Besucherzahl | 4.800 (2006–2010) | |
| Besucher aktuell | 6.252 (2010) | |
Die Karsthöhle Hohler Fels liegt etwa einen Kilometer östlich des Stadtkerns von Schelklingen im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis in Deutschland.
Sie ist seit dem 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten archäologischen Fundplätze des Jungpaläolithikums in Mitteleuropa. Seit der Zeit ist außerdem der zusammengeschriebene Name Hohlefels belegt, neuerdings auch getrennt und ohne Deklination des Adjektivs als Hohle Fels (vgl. Absatz Namensgeschichte).
Die Höhle besteht aus einem 30 Meter langen Gang und der darauffolgenden Halle, aus der zu beiden Seiten ein jeweils etwas über 20 m langer Gang auszweigt. Die Höhlenhalle ist mit bis zu 30 m Höhe, 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten der Schwäbischen Alb. Aufgrund der charakteristischen Form wird der Hohle Fels als Backofenhöhle bezeichnet. Der Eingang liegt 534 m ü. NHN in einem Schwammstotzen des Weißen Jura, am rechten Hangfuß des heutigen Achtals.
2017 wurde die Höhle als Bestandteil der Weltkulturerbestätte Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Der Hohle Fels ist als herausragendes Geotop seit 2017 als Geopoint des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb ausgezeichnet.
- ↑ Gustav Jäger, Wendelin Förster: Encyklopaedie der Naturwissenschaften. Band 9. Verlag E. Trewendt, 1886.
- ↑ Oscar Peschel: Völkerkunde. Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 41.
- ↑ Ewa Dutkiewicz, Zeichen – Markierungen, Muster und Symbole im Schwäbischen Aurignacien, Kerns Verlag, Tübingen 2021, S. 26, ISBN 978-3-935751-34-6