Holzbrücke

Eine Holzbrücke ist eine Brücke, deren Tragwerk aus Holz besteht. Ihre Pfeiler sind häufig ebenfalls aus Holz, wurden aber schon früh auch aus Stein gebaut und sind heute in der Regel aus Beton. Holzbrücken wurden und werden bis heute in fast allen Bauarten gebaut, sind aber materialbedingt auf kurze Stützweiten beschränkt. Es gibt gedeckte und ungedeckte Holzbrücken.

Die Holzbrücke ist die älteste Bauform in der Geschichte des Brückenbaus. Beginnend mit einem über einen Bach gelegten Baumstamm, über abwechselnd längs und quer übereinanderliegende Stämme zum Überwinden eines Einschnitts im Gelände und die Jochbrücken mit in den Boden gerammten Pfählen sowie die materialsparenden Fachwerkbrücken, lassen sich heute mit Leimbinderkonstruktionen theoretisch ebensogroße Spannweiten erreichen wie bei Stahlbetonbrücken.

Durch das im Verhältnis zum Tragvermögen sehr niedrige spezifische Gewicht des Holzes ist es aus statischer Sicht ein sehr geeignetes Material zum Brückenbau. In der Praxis beschränkt aber der erforderliche Aufwand zum Erreichen eines ausreichenden Witterungsschutzes die Einsatzmöglichkeiten von Holzbrücken.

In waldreichen Gegenden mit feuchter Witterung wie dem amerikanischen Nordwesten war es früher teilweise üblich, Holzbrücken alle zehn Jahre neu zu errichten. Abhängig von Klima, natürlicher Dauerhaftigkeit des Holzes und Maßnahmen zum Holzschutz können Holzbrücken aber auch viele Jahrzehnte überdauern und die Lebenserwartung von Stahl- und Stahlbeton-Brücken übertreffen.

Bambusbrücken zählen nicht zu den Holzbrücken, sind aber in vielerlei Hinsicht vergleichbar.

  1. siehe die Chronologie des Wiederaufbaus im Artikel Wilburton Trestle der englischen Wikipedia und die dortige Quelle: The Wilburton Trestle; Some Little-Known Facts About This Well-Known Feature (Memento des Originals vom 12. August 2007 im Internet Archive) (PDF; 5,39 MB), Eastside Business, Februar 2007. Abgerufen am 21. November 2025 (englisch).