Holztafelbau

Der Holztafelbau, auch als Holztafelbauweise bezeichnet, ist eine Holzbauweise, bei welcher der räumliche Baukörper modular aus einzelnen ebenen Holztafeln zusammengesetzt ist.

Als Tafeln werden flächige, tragende Holzelemente bezeichnet, aus denen Wände und Decken eines Gebäudes in wenigen Arbeitsschritten zusammengefügt werden können (vergleichbar den Großtafeln im Betonbau). Die Tafeln werden in der Regel im Werk vorgefertigt und können bereits alle wesentlichen Einbauelemente wie Fenster und Türen enthalten, so dass sie auf der Baustelle mithilfe eines Krans in kurzer Zeit zusammengefügt werden können.

Der Holztafelbau entspricht vom Konstruktionsprinzip dem Holzrahmenbau, unterscheidet sich aber im Grad der Vorfertigung. Der Übergang von der Holztafelbauweise zur Holzrahmenbauweise ist fließend. Die Holztafeln bestehen meist aus weitgehend vorgefertigten, beidseitig beplankten Elementen und werden teilweise auch als Modulwand oder Systemwand bezeichnet.

Die Tafelbauweise ist eine übliche Bauweise der modernen Holz- und Fertighausindustrie, bei der die Montage so rationalisiert wurde, dass die Aufstellung eines Hauses innerhalb von einem oder wenigen Tagen möglich ist.

  1. Dietmar Grütze: Bau-Lexikon. Carl Hanser Verlag, München 2007, ISBN 3-446-40472-4, S. 131 u. 132.