Homöopathie

Als Homöopathie [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὁμοῖος homóios, deutsch gleich und πάθος páthos, deutsch Leid) wird eine pseudowissenschaftliche Behandlungsmethode aus dem Bereich der Alternativmedizin bezeichnet. Sie beruht auf Vorstellungen von Samuel Hahnemann aus dem Jahr 1796, wonach für die Behandlung ein Arzneimittel anzuwenden ist, das in höherer Konzentration an Gesunden ähnliche Symptome hervorruft wie die Krankheit (Ähnlichkeitsprinzip). Eine wissenschaftliche Begründung und ein Nachweis für eine pharmakologische Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel existieren nicht. Es lässt sich keine therapeutische Wirkung nachweisen, die über Placebo-Effekte hinausgeht. Von der wissenschaftlichen Medizin wird die Homöopathie als pharmakologisch wirkungslose, in einigen Fällen riskante Behandlung abgelehnt. Ein Gegenbegriff zur Homöopathie ist die Allopathie.

  1. Vgl. etwa Annina Bergner: Herstellung von homöo­pathischen Globuli in der Apotheke. In: PTA heute. 29. Juni 2021.
  2. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.
  3. Nikil Mukerji, Edzard Ernst: Why homoeopathy is pseudoscience. In: Synthese. Band 200, 2022, doi:10.1007/s11229-022-03882-w (englisch).
  4. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Homöopathische Arzneimittel.
  5. Aijing Shang et al.: Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. In: Lancet. Band 366, Nr. 9487, 2005, S. 726–732, doi:10.1016/S0140-6736(05)67177-2, PMID 16125589 (englisch).
  6. Thomas Scior: Bei Allopathie und Homöopathie alles eine Frage der Dosis. In: Pharmazeutische Zeitung 29/1999. pharmazeutische-zeitung.de, 19. Juli 1999, abgerufen am 15. Oktober 2024.